
Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Wandbespannung in einem Raum anzubringen. Welche Variante geeignet ist, hängt von den Anforderungen und Erwartungen ab, die sie erfüllen soll.
Die moderne und leichte Variante ist die Befestigung mit speziellen Kunststoffschienen, die rechteckig an der Wand angebracht werden. Die Schienen verfügen über eine Gummilippe, in die der Stoff eingeklemmt und über die gesamte Fläche glatt gespannt werden kann. Sichtbar bleibt seitlich lediglich eine sehr schmale Kunststoffleiste, die sich einfach mit hölzernen oder metallenen Zierprofilen überdecken lässt (siehe Abbildung).
Der große Vorteil dieser Variante ist ihre Flexibilität: Der für die Bespannung verwendete Stoff kann problemlos wieder entfernt und durch einen anderen ersetzt werden. Ein Raum lässt sich dadurch immer wieder neu gestalten. Durch die einfache Handhabung wird bei der Montage zudem deutlich weniger Arbeitszeit benötigt. Auch sehr feine und dünne Stoffe können auf diese Weise verarbeitet werden. Allerdings ist die Größe der Fläche, die sich mit diesem System bespannen lässt, begrenzt.
Bei der klassischen Variante gibt es in Bezug auf Höhe und Breite der Bespannung so gut wie keine Einschränkungen. Möglich wird dies durch einen stabilen Unterbau aus Holzleisten, die über die gesamte zu bespannende Fläche an der Wand befestigt werden.
Bei großen Flächen empfiehlt es sich, einen festen, dichter gewebten Stoff zu verwenden, der die beim Spannen entstehenden Zugkräfte aushält.
Ein weiterer Vorteil der klassischen Bespannung ist die Möglichkeit, verschiedene Unterstoffe einzusetzen, die jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen. Auf dem Foto in der Fotogalerie ist ein solcher Aufbau zu sehen:
Die erste Schicht besteht aus einem dicken Molton. Dieser gleicht Unebenheiten der Oberfläche aus. Je dicker der Molton gewählt wird, desto stärker kann er außerdem zur Schallabsorption im Raum beitragen.
Darauf folgt eine Trennschicht, die verhindert, dass Staub durch die Konstruktion in Richtung Wand gelangt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein Polyvlies einzulegen. Dieses sorgt für eine weitere Verbesserung der akustischen Eigenschaften und verleiht der Bespannung eine angenehme Haptik.
Die klassische Variante eignet sich besonders für langfristige Anbringungen, für die Verwendung hochwertiger und wertvoller Stoffe sowie für eine akustisch wirksame Gestaltung von Räumen.
Die Raumausstattung Weichelt hat mir diese beiden Systeme für die Kommunikation mit meinen Kunden sehr schön und praktikabel umgesetzt. Dadurch kann ich die Technik, die hinter meiner Gestaltung steckt, anschaulich und verständlich erklären.
Wall Upholstery – Two Approaches, Endless Possibilities
There are two distinct approaches to creating upholstered walls, each offering its own advantages. The right solution depends on the character of the space, the desired aesthetic and the technical requirements of the installation.
The modern, lightweight approach uses specially designed plastic tracks, discreetly mounted around the perimeter of the wall. A flexible rubber lip securely holds the fabric in place, allowing it to be stretched smoothly and evenly across the surface. Only a very slim profile remains visible at the edges, which can be elegantly concealed with decorative wooden or metal mouldings.
One of the key advantages of this system is its flexibility. The fabric can be removed and replaced with ease, allowing the atmosphere of a room to evolve over time. The straightforward installation also reduces the amount of work involved and makes it possible to work with exceptionally fine and delicate fabrics. The system is particularly well suited to smaller areas, although the overall size of the upholstered surface is limited.
The traditional approach offers considerably greater freedom in terms of scale. Almost any height or width can be achieved using a robust timber substructure, securely fixed to the wall across the entire area to be upholstered.
For larger surfaces, a strong, densely woven fabric is recommended to withstand the tension created during installation and to ensure a flawless, lasting finish.
The traditional method also allows for a carefully considered layering of materials beneath the visible fabric. Each layer can fulfil a specific functional or acoustic purpose. The photograph in the gallery illustrates an example of such a construction.
The first layer consists of a substantial molton fabric, which helps to even out minor irregularities in the underlying surface. The greater its thickness, the more effectively it can contribute to absorbing sound within the room.
A separating layer is then added to prevent dust from reaching the wall. Finally, a layer of polyester fleece can be incorporated to further enhance the acoustic qualities of the installation while giving the upholstered surface a particularly soft and tactile feel.
The traditional approach is especially suited to permanent installations, the use of exceptional and valuable fabrics, and interiors where acoustic performance is an integral part of the design.
Raumausstattung Weichelt has developed these two systems into beautifully executed and practical solutions for my projects. They allow me to explain the craftsmanship and technology behind my designs in a clear and accessible way — while giving my clients the freedom to choose the solution that best complements their space.